Field Notes: Ein August voller Einfachheit

 

Dieser Sommer ist nicht leicht. Seit Wochen steht die Hitze über dem Hof. Die Erde wurde trocken und hart und nicht jede Ernte wurde so, wie wir sie uns gewünscht hätten. So ist das, wenn man von dem lebt, was wächst. Manche Jahre schenken mehr, andere fordern mehr. Und trotzdem hinterlässt jeder Sommer etwas. Er zeigt einem ziemlich ehrlich, was wirklich trägt – und was nur wichtig erschien.

Genau dieser Gedanke begleitet mich schon seit dem Frühling. Ich habe mich immer wieder gefragt: Wenn Simplicity eine Form hätte – welche wäre sie?

Im Juli kam die erste Antwort. Unsere Simplicity Bauchtasche war nie einfach nur eine neue Tasche. Sie war der Versuch, ein Gefühl greifbar zu machen. Eine Form für Ruhe. Für Klarheit. Für das Wesentliche.

Und trotzdem war sie nie das Ende des Gedankens.

Ein Sommer wie dieser macht vieles einfacher. Nicht leichter – aber klarer. An langen Tagen greift man automatisch zu den Dingen, die funktionieren. Zu denen, die bleiben dürfen, weil sie den Alltag wirklich begleiten. Man merkt, dass man eigentlich gar nicht viel braucht. Nur das Richtige.

So sind auch der Rucksack und der Shopper entstanden. Nicht, weil wir eine Kollektion erweitern wollten, sondern weil dieselbe Idee weitergewachsen ist. Dieselbe Haltung. Dieselbe Suche nach Dingen, die einen begleiten, statt Aufmerksamkeit zu verlangen.

In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie wichtig kleine Rituale geworden sind.

Bevor der Tag beginnt, setze ich mich morgens oft für einen Moment auf unser doppeltes braunes Schaffell – inzwischen mein absoluter Lieblingsplatz. Noch bevor die To-do-Liste losgeht oder draussen schon alles wartet. Nur ein paar ruhige Minuten mit einer Tasse Kaffee, bevor der Tag beginnt. Es ist nichts Besonderes. Und genau deshalb bedeutet es mir so viel. Diese wenigen Minuten erinnern mich daran, dass Ruhe nicht erst dann kommt, wenn alles erledigt ist. Man muss sie sich zwischendurch erlauben.

Vielleicht ist das inzwischen auch meine Definition von Simplicity.

Nicht weniger besitzen. Nicht langsamer leben. Sondern bewusster auswählen, was bleiben darf.

Ende August erzählen wir diesen Gedanken weiter. Neben der Bauchtasche kommen zwei neue Formen dazu – der Rucksack und der Shopper. Unterschiedlich in ihrer Funktion, aber entstanden aus derselben Überzeugung.

Bis dahin möchte ich mir etwas Einfaches bewahren: öfter kurz stehenzubleiben. Hinzusehen. Den Sommer nicht nur vorbeiziehen zu lassen, sondern ihn wirklich wahrzunehmen.

Denn manches muss man nicht suchen. Man muss es nur bemerken.

xoxo,
Nina

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